„Am Anfang war das Ohr“ - so lautet ein Lebenssatz, der mich durch Instrumentenbaulehre, Kirchenmusikstudium, Alte Musik-Studium, zur Arbeit mit der Stimme und zuletzt zu meinen „kartu“-Chören geführt hat. Seit 2019 arbeite ich auch als ausgebildeter Stimmbildner einzeln mit Sängerinnen und Sängern. Verheiratet mit einer Sopranistin und Gesangspädagogin bestimmt das Thema „Stimme“ für mich sinnstiftend und beglückend einen Großteil meines Lebens.

Ich arbeite dabei nach den Prinzipien der funktionalen Stimmbildung nach Cornelius Reid. Dabei steht die Arbeit an einzelnen Stimmfunktionen und Muskelreflexen im Zentrum. Als Stimmbildner arbeitete ich dabei wie ein Fitnesstrainer mit der Stimme. In meiner Pädagogik verzichte ich auf Bewertungen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese nicht hilfreich und nicht nötig sind.

Gern arbeite ich mit „hoffnungslosen Fälle“, denn mit und von ihnen lerne ich am allermeisten über die Funktion der Stimme und ihre kreative Art, Lösungen für den Ausdruck und die Kommunikation unserer Emotionen zu finden.

Die Stimme – so hat es meine wichtige Lehrerin Marianne Spiecker-Henke immer gesagt – spiegelt die Verfasstheit des ganzen Menschen. Mehrere Nichtsänger habe ich schon zu glücklichen Sängern gemacht – und jede befreite Stimme ist schön!